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Funktionen

TextTool bietet eine kompakte Sammlung kuratierter Bearbeitungstools, ergänzt durch frei formulierbare Zusatz-Anweisungen und eigene Befehle. Eingaben erfolgen direkt über das Web-Interface; Ergebnisse stehen unmittelbar nebeneinander zum Vergleich, zur Übernahme oder zum Export bereit.

Anwendungsszenarien

  • Verwaltungstexte aufbereiten — Eine Mitteilung mit haushalts- oder lehrrechtlichen Begriffen wird in eine sprachlich klarere Fassung überführt, die ohne Verwaltungswissen verständlich ist; rechtlich definierte Begriffe und Paragraphen-Verweise bleiben erhalten.
  • Wissenschaftliche Texte lektorieren — Ein Manuskript oder Abstract wird auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung geprüft, ohne Stil und Register zu verändern.
  • Mehrsprachige Kommunikation — Mitteilungen, Hinweistexte oder Webinhalte werden zwischen Deutsch und (britischem) Englisch übersetzt; Ton und Register werden so weit wie möglich übertragen.
  • Gendergerechte Überarbeitung — Ein bestehender Text wird mit Gender-Doppelpunkt oder neutralen Formulierungen überarbeitet; etablierte Begriffe und Zitate bleiben unverändert.
  • Übertragung in Leichte Sprache — Ein Informationstext wird in kurze Sätze, einfache Wörter und Aktivkonstruktionen überführt, etwa zur Veröffentlichung auf einer Webseite.
  • Inhaltliche Auseinandersetzung — Ein Argumentationstext wird auf Kernaussagen, Argumentationsstruktur, Belege und implizite Annahmen geprüft; eine Idee wird ausgewogen pro und contra diskutiert.
  • Aufgabenplanung — Aus einer informellen Notiz oder einer Anfrage entsteht eine strukturierte Planung mit Zielsetzung, Arbeitsschritten, Ressourcen und möglichen Herausforderungen.

Auf einen Blick

  • Zwölf kuratierte Tools in vier thematischen Gruppen (Basis, Übersetzung, Zielgruppen, Analyse).
  • Zusatz-Anweisung quer zu allen Tools sowie eigener Befehl für freie Aufgaben.
  • Bearbeitungs-Historie pro Sitzung mit Wiederherstellung früherer Versionen.
  • Anbindung an einen LLM-Endpunkt über die OpenAI-kompatible Chat-Completions-Schnittstelle.
  • Reine Texteingabe; kein Datei-Upload als Eingabequelle.
  • Export in vier Formaten (.txt, .md, .html, .docx) für Original, Ergebnis oder beide.
  • Tool-spezifische Generierungsparameter für besonders strenge Aufgaben (z.B. niedrige Temperatur).

Bearbeitungstools

Die Tools sind in vier Gruppen organisiert. Jede Gruppe deckt einen typischen Nutzungskontext ab.

Basis — Grundlegende Textüberarbeitungen ohne inhaltliche Eingriffe.

  • Korrigieren — Behebt Fehler in Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung; Ton, Stil und Register bleiben erhalten.
  • Umformulieren — Übersetzt umgangssprachliche oder unklare Passagen in einen sachlich-professionellen Stil bei gleichbleibendem Inhalt.
  • Zusammenfassen — Erzeugt eine Kurzfassung von etwa 20–30 % Länge des Originals; bei kurzen Texten zwei bis drei Sätze, bei sehr langen Texten maximal ein Absatz.

Übersetzung und Varianten

  • Deutsch — Übersetzt einen Text ins Deutsche unter Bewahrung von Ton und Register.
  • Englisch — Übersetzt einen Text ins (britische) Englische.
  • 3 Varianten — Erzeugt drei stilistisch unterschiedliche Fassungen (förmlicher, zugänglicher, klarer) bei gleichem Inhalt.

Zielgruppen-Anpassung

  • Gendern — Geschlechtergerechte Überarbeitung mit Gender-Doppelpunkt als primärer Form sowie neutralen Formulierungen, wo natürlich möglich.
  • Leichte Sprache — Übertragung nach den Regeln der Leichten Sprache: kurze Sätze, ein Gedanke pro Satz, Aktiv statt Passiv, Erläuterung schwieriger Wörter.
  • Verständlichkeit — Übertragung von Verwaltungstexten in eine für wissenschaftlich Beschäftigte und Hochschulangestellte ohne Verwaltungsexpertise verständliche Form. Das Tool arbeitet mit besonders restriktiven Vorgaben: keine Beispiele oder Inhalte erfinden, Paragraphen-Verweise vollständig erhalten, Fließtext bleibt Fließtext.

Analyse und Reflexion

  • Inhaltsanalyse — Strukturierte Untersuchung von Kernaussagen, Argumentationsstruktur, Belegen, logischer Konsistenz, impliziten Annahmen sowie Stärken und Schwächen.
  • Idee diskutieren — Ausgewogene Diskussion einer Position mit Stärken, Schwächen, offenen Fragen, alternativen Perspektiven, Umsetzbarkeit und Fazit.
  • Aufgabe planen — Strukturierte Aufgabenplanung mit Zielsetzung, Ausgangslage, Arbeitsschritten, Ressourcen, Zeitrahmen und möglichen Herausforderungen.

Erweiterte Eingabe

  • Zusatz-Anweisung — Ein freies Textfeld nimmt eine zusätzliche Modifikation auf, die an jeden Tool-Prompt automatisch angehängt wird (etwa „aber lockerer Ton", „mit mehr Beispielen"). Die Anweisung bleibt erhalten und wirkt fort, bis das Feld geleert wird.
  • Eigener Befehl — Eine frei formulierte Anweisung, die ohne Tool-Vorlage direkt an das LLM gesendet wird. Der gemeinsame System-Prompt sorgt auch hier für ein einheitliches Ausgabeverhalten (kein Vorwort, keine Nachbemerkungen).

Bearbeitungshistorie und iteratives Arbeiten

  • Historie — Innerhalb einer Sitzung werden die letzten Bearbeitungsschritte mit Zeitstempel, Tool-Bezeichnung und gegebenenfalls Zusatz-Anweisung gespeichert. Frühere Versionen lassen sich einsehen und als aktuelle Version wiederherstellen.
  • Übernehmen — Ein Ergebnis kann als neuer Originaltext gesetzt werden. Auf diese Weise lassen sich mehrere Tools nacheinander auf denselben Text anwenden (z.B. erst korrigieren, dann gendern).
  • Verlauf löschen — Die Historie kann jederzeit zurückgesetzt werden.

Anbindung an den LLM-Endpunkt

Die Anwendung nutzt einen einzigen Konnektor: einen über HTTP erreichbaren, OpenAI-kompatiblen Inferenzdienst. Erwartet wird die Chat-Completions-Schnittstelle (/v1/chat/completions). Der Endpunkt wird als intern bereitgestellter LLM-Server betrieben; Adresse, API-Schlüssel und Modellname sind über Umgebungsvariablen konfigurierbar. Damit lässt sich die Anwendung gegen unterschiedliche Inferenzlösungen (z.B. lokale Server oder zentrale Inferenzdienste der eigenen Einrichtung) betreiben, ohne den Code zu verändern.

Export

  • Formate — Pro Exportvorgang werden gleichzeitig vier Dateien erzeugt: .txt als Reintext, .md als Markdown, .html als formatiertes HTML mit eingebettetem Stylesheet und .docx als Word-Dokument mit gerenderten Markdown-Strukturen (Überschriften, Listen, Tabellen, fett/kursiv).
  • Inhaltsoptionen — Exportierbar sind Originaltext, Ergebnis oder beide untereinander; bei kombiniertem Export wird der Ausgangstext als Referenz nachgestellt.
  • Speicherort — Die Erzeugung erfolgt vollständig im Speicher; Dateien werden anschließend zum Download bereitgestellt und nicht persistent abgelegt.

Qualitätssichernde Funktionen

  • Strikter System-Prompt — Erzwingt nur das geforderte Ergebnis ohne Einleitungen, Erklärungen oder Nachbemerkungen.
  • Tool-spezifische Generierungsparameter — Einzelne Tools überschreiben die Standard-Parameter (Temperatur, Top-P), um Halluzinationen oder unzulässige Ergänzungen zu reduzieren. Insbesondere das Tool „Verständlichkeit" enthält explizite Negativbeispiele und Verbotsregeln (keine erfundenen Beispiele, keine weggelassenen Paragraphen-Verweise).
  • Eingabevalidierung — Vor dem API-Aufruf wird geprüft, ob ein Text vorhanden ist; Exporte werden bei leerem Quelltext abgelehnt.
  • Strukturierte Fehlermeldungen — Verbindungs-, Timeout- und Authentifizierungsfehler werden in benutzerverständliche Hinweise übersetzt.
  • Nachvollziehbarkeit — Die Historie dokumentiert jeden Bearbeitungsschritt und erlaubt die Wiederherstellung früherer Versionen innerhalb der Sitzung.
  • Session-Isolation — Bearbeitungszustand und exportierte Dateien sind pro Browsersitzung getrennt; ein Multi-User-Betrieb ist ohne Datenkonflikte möglich.