Text-Stil-Editor¶
Der Text-Stil-Editor ist eine webbasierte Anwendung zur gezielten Umformung von Texten in unterschiedliche Sprachstile. Die Verarbeitung erfolgt über ein zweistufiges LLM-Verfahren mit optionaler Neutralisierung als Vorstufe, gefolgt von einer Stilisierung anhand fein konfigurierbarer Regler. Die Anwendung läuft gegen eine lokal betriebene LLM-Instanz; eingegebene Texte verlassen die eigene Infrastruktur nicht.
Auf einen Blick¶
- Texte schnell in einen geforderten Sprachstil bringen — etwa für eine wissenschaftliche Arbeit, einen Behördenbrief oder eine Bewerbung.
- Vorhandene Texte vor der Stilisierung neutralisieren, um Ironie, emotionale Färbung oder umgangssprachliche Register als Ausgangsbasis zu entfernen.
- Sprachniveau gezielt an eine Zielgruppe anpassen (CEFR A1–C2, Kinder bis Senioren).
- Mit feingranularen Reglern einen eigenen, kombinierten Sprachstil erproben und schrittweise präzisieren.
- Kreative Textformen erzeugen — Gedicht, Märchen, Satire, Gruselgeschichte oder Werbetext.
- Mehrere Stilvarianten desselben Textes nebeneinander vergleichen.
- Eigene Reglerkombinationen als kompakten Code speichern, weitergeben oder später wieder einspielen.
Highlights¶
Im Unterschied zu einer direkten Anfrage an ein LLM oder einem einfachen Prompt-Skript trennt der Text-Stil-Editor die stilistische Umformung in klar definierte Schritte mit expliziter Parameterkontrolle. Das macht Ergebnisse reproduzierbarer, vergleichbarer und im Detail steuerbar.
- Zweistufiges Verfahren. Eine optionale Neutralisierung als Vorstufe entfernt vor der Stilisierung gezielt Tonalität, Register, Redundanz und weitere Dimensionen. Dadurch wird die Ausgangsbasis vereinheitlicht und die anschließende Stilisierung wirkt konsistenter.
- Konfigurierbare Neutralisierung. Zehn separat aktivierbare Neutralisierungsdimensionen — sieben sichere und drei experimentelle — erlauben eine kontrollierte Vorverarbeitung, die deutlich über eine pauschale Vereinfachung hinausgeht. Die Neutralisierung kann auch als eigenständige Aufgabe ohne nachfolgende Stilisierung genutzt werden.
- 34 Regler in drei Typen. Polare Regler (z.B. Förmlich ↔ Informell), Intensitätsregler (z.B. Ironie 0–10) und Stufenregler (z.B. Sprachniveau A1–C2) decken Tonalität, Formalität, Klarheit, Kreativität, Rhetorik, Format und Zielgruppe ab.
- Explizite Intensitätsskala. Reglerwerte werden über eine fünfstufige Semantik (leicht, moderat, deutlich, stark, EXTREM) in den Prompt übersetzt. Das LLM erhält damit eindeutige Vorgaben statt vager Adjektive.
- 23 Presets. Vorkonfigurierte Reglerkombinationen für häufige Stile (z.B. Akademische Arbeit, Behördenbrief, Kinderbuch, Märchen, Satire) als Einstiegspunkt und als Bezugsrahmen für eigene Anpassungen.
- Konfigurations-Hashes. Jede Reglerkombination kann als kompakter, kopierbarer Code exportiert und über denselben Code wieder geladen werden. Einstellungen lassen sich so dokumentieren, weitergeben oder einer Veröffentlichung beilegen.
- Anbindung an 1 Quelle. OpenAI-kompatible API einer lokal betriebenen LLM-Instanz (vLLM). Eingaben verlassen die eigene Infrastruktur nicht.
- Nachvollziehbare Ergebnisse. Eingabetext, Zwischenergebnis der Neutralisierung, Ausgabetext und vollständige Reglerkonfiguration werden je Lauf in der Historie abgelegt und sind über einen Side-by-Side-Vergleich gegenüberstellbar.
- Quantifizierte Eingabegrößen. Token-Zählung mit
tiktokenund Limit-Anzeige bereits vor dem LLM-Aufruf, um Anfragen außerhalb des konfigurierten Rahmens frühzeitig zu erkennen.