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Funktionen

Style stellt vier funktional getrennte Arbeitsbereiche bereit, die zusammen den Lebenszyklus eines Stilprofils abdecken: Stilanalyse aus Texten, Anwendung eines Profils auf neue Texte, Verfeinerung über Bearbeitungsbeispiele sowie Visualisierung und Pflege der Profilbibliothek. Alle Bereiche teilen sich das gleiche Profilschema und dieselbe LLM-Anbindung.

Anwendungsszenarien

  • Eigenes Stilprofil aus Beispielen ableiten: Aus einer Sammlung eigener Texte wird ein strukturiertes Stilprofil erzeugt, das die linguistischen, lexikalischen, pragmatischen und strukturellen Merkmale erfasst.
  • Stilmerkmale für Schulungen sichtbar machen: Profile werden grafisch aufbereitet und als Vergleichsobjekt zur Demonstration unterschiedlicher Schreibweisen genutzt.
  • Profil durch Bearbeitungen verfeinern: Aus Vorher-Nachher-Paaren werden systematische Änderungsmuster extrahiert und in ein bestehendes Profil eingearbeitet.
  • Wiederverwendbare Profile für Redaktionsteams pflegen: Profile werden als JSON oder ZIP exportiert, abgelegt und im Team verteilt; Empfänger können sie ohne weitere Vorbereitung anwenden.
  • Stiltransfer experimentell prüfen: Ein Ausgangstext wird testweise in mehrere unterschiedliche Profile überführt, um Wirkung und Eignung der Stilmerkmale zu beurteilen.
  • Vorhandenen Stil mit gewünschtem Zielstil abgleichen: Eigene Texte werden gegen Beispiele eines Zielstils oder gegen eine reine Stilbeschreibung analysiert und so Differenzen herausgearbeitet.

Auf einen Blick

  • Vier funktionale Arbeitsbereiche: Transformation, Stilanalyse, Feinabstimmung, Stilübersicht.
  • LLM-Anbindung über OpenAI-kompatible API, vorgesehen für lokalen Betrieb.
  • Drei Wege zur Profilerstellung: aus Texten, aus Beschreibung, aus Bearbeitungspaaren.
  • Import: TXT, Markdown, DOCX · Export: TXT, Markdown, DOCX, JSON, ZIP.
  • Mitgelieferte Profilbibliothek mit über 20 vorbereiteten Stilprofilen.
  • Token-basierte Mengenkontrolle für jede Eingabe.

Stiltransformation

Im Bereich Transformation wird ein Ausgangstext mit einem ausgewählten Stilprofil verbunden und an das LLM übergeben. Als Quelle des Stilprofils stehen ein hinterlegtes Profil aus der Bibliothek, ein hochgeladenes Profil (JSON oder ZIP) sowie ein direkt eingegebener Stil-Prompt zur Auswahl. Der Ausgangstext wird entweder als Datei (TXT, Markdown, DOCX) hochgeladen oder direkt eingegeben.

  • Ergebnis und Original werden nebeneinander dargestellt; das Ergebnis ist editierbar.
  • Eine Verfeinerungsschleife erlaubt, mit zusätzlichem Feedback erneut zu transformieren.
  • Beim Import von DOCX werden Überschriften, Listen und Tabellen in eine Markdown-Repräsentation überführt; beim Export wird die Struktur entsprechend zurückübertragen.
  • Vor jedem Aufruf wird der Token-Bedarf gegen die konfigurierte Obergrenze geprüft.

Stilanalyse

In der Stilanalyse extrahiert das System aus Beispieltexten ein strukturiertes Stilprofil. Optional lassen sich Zieltexte oder eine reine Beschreibung des gewünschten Zielstils ergänzen — dann werden Ausgangs- und Zielstil getrennt analysiert und die Unterschiede ausgewiesen.

  • Die Analyse umfasst die vier Dimensionen Linguistik, Lexik, Pragmatik und Struktur sowie 20–30 Beispielsätze als Stilanker.
  • Ein Modus erlaubt es, ein Profil ausschließlich aus einer textuellen Stilbeschreibung zu erzeugen, ohne Beispieltexte hochzuladen.
  • Das Analyse-Ergebnis ist vor dem Export editierbar und wird beim Speichern in einen kompakten Transformations-Prompt überführt.

Feinabstimmung

Die Feinabstimmung verfeinert ein vorhandenes Profil über konkrete Bearbeitungsbeispiele. Die Anwendung vergleicht jeweils ein Original mit der bearbeiteten Fassung und leitet daraus systematische Änderungsregeln ab (z.B. Reduktion von Passivkonstruktionen, Verkürzung langer Sätze).

  • Ein optional geladenes Basis-Profil dient als Ausgangspunkt; die rechte Spalte kann mit der Standardtransformation dieses Profils vorbelegt werden.
  • Bis zu fünf Bearbeitungspaare lassen sich akkumulativ analysieren; alle Erkenntnisse fließen am Ende in ein verfeinertes Profil ein.
  • Das verfeinerte Profil wird als ZIP-Paket exportiert und kann sofort als neue Basis im Transformations-Bereich genutzt werden.

Stilübersicht

Die Stilübersicht stellt ein geladenes Profil grafisch dar. Numerische Merkmale werden über textbasierte Balken visualisiert, kategoriale Merkmale werden klar beschriftet ausgegeben. Zusätzlich wird der zugehörige Transformations-Prompt angezeigt, sodass Profilparameter und resultierende Anweisung an das LLM gemeinsam einsehbar sind.

Datenquelle und Modellanbindung

Die einzige externe Schnittstelle der Anwendung ist die LLM-Anbindung. Sie folgt dem OpenAI-API-Schema (/v1/chat/completions) und ist über Umgebungsvariablen (Endpunkt-URL, API-Schlüssel, Modellname) konfigurierbar. In der vorgesehenen Betriebsweise verbindet sich die Anwendung gegen ein lokal betriebenes Modell (z.B. LM Studio, Ollama mit OpenAI-Adapter); ein externer LLM-Dienst kann ebenfalls eingebunden werden, wird aber nicht vorausgesetzt.

Import- und Exportformate

  • Import (Texte): TXT (reiner Text), Markdown (Struktur bleibt erhalten), DOCX (Überschriften, Absätze, Listen, Tabellen werden in eine Markdown-Repräsentation überführt).
  • Import (Profile): JSON (Einzelprofil) und ZIP (Profilpaket mit Parametern, Prompt und Beispielsätzen).
  • Export (Texte): TXT, Markdown und DOCX, jeweils nur das transformierte Ergebnis oder beide Versionen nebeneinander.
  • Export (Profile): JSON, einzelner Prompt als TXT oder vollständiges ZIP-Paket.

Qualitätssichernde Funktionen

  • Strukturiertes Profilschema: Stilmerkmale werden in vier Dimensionen erfasst und über alle Funktionen hinweg konsistent verwendet, was Vergleich und Wiederverwendung von Profilen erlaubt.
  • Drei-Wege-Profilerstellung mit Iteration: Profile lassen sich aus Texten, aus Beschreibung oder über Bearbeitungspaare entwickeln; mehrstufige Verfeinerung ist explizit vorgesehen.
  • Token-Mengenkontrolle: Jede Eingabe wird vor dem LLM-Aufruf vermessen; Überschreitungen der Obergrenze werden erkannt und gemeldet.
  • Bearbeitbares Zwischenergebnis: Sowohl Analyseergebnisse als auch transformierte Texte sind editierbar, bevor sie weiterverarbeitet oder exportiert werden.
  • Fallback-Logik bei Profilen: Liegt in einem Profil kein expliziter Transformations-Prompt vor oder ist dieser zu umfangreich, wird automatisch ein kompakter Prompt aus den strukturierten Profildaten erzeugt.
  • Trennung von Profil und Anwendung: Profile sind eigenständige, versionierbare Artefakte; eine Änderung am Profil betrifft nicht die zuvor erzeugten Ergebnisse.